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Dem Lavabo versteckte Kamera

In der Schweiz sind allein im öffentlichen Raum über 21‘000 Mini Spiegelreflexkamera installiert, immer mehr werden auch Freizeitanlagen entsprechend ausgerüstet. In Toiletten und Garderobenanlagen ist der Kameraeinsatz aber an strenge Auflagen gebunden und die Benutzer müssen darüber informiert werden.

Eine in der Decke über dem Lavabo versteckte Kamera hat David F. auf der Toilette des Zürcher Kinos Sihlcity irritiert. «Was soll das?», fragte sich der Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso». Er fühlte sich in seiner Privatsphäre verletzt und wollte wissen, ob es statthaft ist, mit einer Mini Kamera das Herren-WC zu überwachen. Das Kino-Personal konnte ihm über den Kameraeinsatz allerdings keine Auskunft geben.

Grundsätzlich gilt: Der Einsatz von versteckte Kamera ist – unter bestimmten Voraussetzungen – auch in Toilettenanlagen erlaubt. Um bei Videoaufnahmen die Privatsphäre von Toilettenbesuchern nicht zu verletzen, hat der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte (EDÖB) strenge Richtlinien erlassen. Dazu gehört gemäss Datenschützerin Silvia Böhlen auch die vorgängige Information der WC-Besucher: «Besucher müssen selber entscheiden können, ob sie den überwachten Raum betreten wollen oder nicht.»

Zudem muss sich die Überwachung auf den Vorraum der Toilette beschränken oder der Fokus so eingestellt werden, dass die Benutzer der Toilette nur beim Betreten und Verlassen der Kabine gefilmt werden. Gemäss Silvia Böhlen ist die spionkamera wlan auf der Herren-Toilette des Züricher Kinos kein Einzelfall. Videoanlagen würden immer kleiner und immer billiger, weshalb die Zahl der Überwachungseinsätze seit Jahren ständig steige. Damit steige auch die Zahl jener Menschen, die sich durch Kameras gestört fühlten. Entsprechend seien in den letzten Jahren deswegen immer mehr Klagen beim Datenschützer eingereicht worden.

 Überwachungskamera

Der Aufnahmebereich muss also auf das absolute Minimum beschränkt werden. In Umkleide- und Toilettenkabinen selbst ist filmen nicht erlaubt und die Aufnahmen müssen in der Regel nach 24 Stunden wieder gelöscht werden. Die den Betroffenen rechtlich zugesicherte Möglichkeit, die Aufnahmen zu kontrollieren, wird allerdings äusserst selten wahrgenommen. Die im Kino Sihlcity aufgenommenen Videosequenzen würden jedoch öfters von der Polizei kontrolliert, erklärt die Kinobetreiberin. Wie vorgeschrieben würden die Aufnahmen in der Regel am Folgetag wieder gelöscht. Die Informationspflicht werde im Züricher Kino mit einem Hinweisschild an der WC-Türe erfüllt.

http://www.merchantcircle.com/blogs/jammer-shopde-scottown-oh/2016/4/Neue-Idee-im-Versteckte-Kamera-Gesch-ft/1311097

http://hochestoersender.bcz.com/2016/04/06/neue-idee-im-versteckte-kamera-geschaft/

http://stoersender.uniterre.com/316940/Neue+Idee+im+Versteckte-Kamera-Gesch%C3%A4ft.html

http://blog.yam.com/hochestoersender/article/138736760


Publicerat klockan 08:05, den 8 april 2016
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